Video vom Wanderritt 2009
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| Wanderritt 2009 |
Unser Tagebuch
Montag
Heute trafen wir uns alle um zehn Uhr auf dem hof. Wir holten entspannt unsere Pferde von ihren Koppeln, putzten sie und sattelten anschließend.
Dann waren endlich alle fertig und schon ritten wir los. Insgesamt waren wir 13 Pferde und Reiter, davon waren sechs Schulpferde, Gauki von Franzi und sechs Privatpferde.
Nun befand sich eine riesige Truppe auf dem Weg nach Wesendahl. Schon nach kurzer Zeit fanden wir die perfekte Reihenfolge, wie wir am besten reiten konnten. Ganz vorn ritten Gladur und Kvika (die beiden Schnellsten), dann Franzi und danach der ganze Rest.
Wie jedes Jahr war in Altlandsberg eine Rast geplant. Kurz vorher gab es eine kleine Erfrischung für die Pferde in einem schönen See. Nicht alle Isis nutzten diese Gelegenheit und zierten sich ins Wasser zu gehen. Dann machten wir, wie schon geschrieben, in Altlandsberg Pause. Die Pferde standen auf einer kleinen Koppel und wir picknickten daneben mit Broten, Würstchen, Boulettchen und vieles mehr. Nach einer kleinen Verdauungspause machten wir uns wieder auf die Pferde und ritten in Rekordzeit nach Wesendahl.
Endlich in Wesendahl angekommen, brachten wir unsere Ponys auf die Koppel von Freunden der Familie Neumann unter. Nun inspizierten wir unsere Unterkunft gegenüber und verteilten uns auf die Zimmer. Die Erwachsenen alle zusammen in ein Zimmer, die etwas größeren Kinder in eins und die kleineren in ein Zimmer. Jan, der erste Junge auf einem unserer Wanderritte, sollte ursprünglich auf der Couch schlafen. Da haben wir ,,Großen“ gesagt, dass er auch bei uns im Zimmer schlafen kann, weil wir es doof finden würden, wenn er allein schlafen müsste. Nachdem alles geklärt war, zogen wir uns alle zum Baden um.
Nun wurden wir in zwei Etappen von Frau Neumann zum See kutschiert. Welch ein Luxus. Nach einer super kühlen Erfrischung waren wir nun alle total zufrieden und glücklich.
Abends wurden wir wieder in die Unterkunft gefahren, wo wir uns dann wieder umzogen. Jetzt war Futterzeit. Wir gingen zu den Hottis und gaben ihnen ihr wohl verdientes Futter.
Derweil wurde das Abendbrot von Frau Neumann zubereitet. Es gab wie an jedem guten Wanderritt am ersten Tag Spaghetti. Nach getaner Arbeit hauten wir alle ordentlich rein und ließen es uns schmecken. Der Abend klang noch schön gemütlich aus.
Dienstag
Es war halb acht am Morgen und wir wurden geweckt. Noch halb paralysiert stiegen wir aus den Betten, machten uns fertig und stiefelten zu den Pferdchen, schließlich war nun Fütterungszeit. Nachdem alle ihr Futter genüsslich gefressen hatten, waren wir nun an der Reihe mit Frühstück.
Alle hatten sich nun satt gegessen und vorsorglich hatten wir uns Brote für unterwegs geschmiert. Dann nur noch schnell die Sachen zusammen gepackt und dann ab zu den Pferden.
Der Ritt verlief sehr ruhig. Einmal mussten wir kurz anhalten, da Húginn sich einen riesigen Stein eingetreten hatte, den Antje aber sofort entfernte. Dann ging es wieder weiter nach Klosterdorf, diesmal nicht nach Tiefensee.
Auf dem Weg kamen wir an einer wunderschönen Badestelle vorbei, wo wir den Pferden wieder einmal eine kleine Abkühlung gönnten. Alle nutzten die Chance und kühlten ihre Beine im Wasser. Nur einer nahm die Abkühlung doch etwas zu ernst: Jero legte sich erst einmal schön ins Wasser und planschte im Liegen weiter. Andrea war total erschrocken, meisterte aber die Situation trotzdem recht gelassen. Dann der nächste: Bodi war der Meinung, dass sich der Strand sich super zum Wälzen eignet. Jenny, total überrascht, sprang schnell runter und mit Hilfe von Lena holten die beiden ihn wieder hoch.
Nun ging es weiter zum Gestüt Klosterdorf, wo wir bis Donnerstag übernachten würden. Wie die Großpferde geschaut haben, als die kleinen Isländer auf dem Hof ankamen…und dann auch noch so viele. Schnell waren die Isis abgesattelt und auf eine große Koppel gebracht.
Wir inspizierten danach unsere Unterkunft. Wir übernachteten im riesigen Aufenthaltsraum in der Reithalle, der ,,Casino“ genannt wurde. Da dieser im Obergeschoss war, hatte man einen super Blick in die Reithalle.
Abends aßen wir dann noch Abendbrot, die Erwachsenen unterhielten sich draußen und wir Kinder hatten das Kartenspiel UNO entdeckt und spielten nun bis spät in die Nacht.
Danach ab in die Betten (zwei schliefen im Heu in einer Großpferdbox) tief geschlummert bis zum nächsten Morgen.
Mittwoch
Um sieben wurden wir unsanft vom zutiefst gehassten Handywecker aus den schönsten Träumen gerissen.
Wir gingen los Pferde füttern und dann verrichteten noch etwas Stallarbeit (Boxen ausmisten und einen verschimmelten Heuballen aus dem Stall transportieren).
Dann gab es für alle Frühstück.
An diesem Tag bekamen wir alle Unterricht von Franzi. Eine Gruppe wollte draußen auf dem Springplatz springen. Die andere wollte in der Reithalle eine schöne Reitstunde genießen. Sie durften sogar auch tölten.
Dann gab es Mittag und während wir verdauten spielten wir wieder UNO, wonach wir schon total süchtig geworden waren, weil es so einen riesigen Spaß machte.
Am Nachmittag. holten wir dann die Pferde erneut von ihren Koppeln. Diesmal wollten wir zu einem wunderschönen See reiten und mit den Pferden baden. Nachdem wir uns ab und zu mal verritten hatten, fanden wir den See dann doch und nahmen die erst beste Badestelle in Beschlag. Sofort stürmten Lena und Kvika ins Wasser, bis man nur noch die Köpfe der beiden sah. Genau das wollte schließlich Franzi mit ihrem Gauki auch machen und so stürmten auch die beiden auf den See zu. Die anderen hielten sich dagegen mehr zurück und ließen die Pferde planschen, trauten sich aber nicht weiter hinein. Nach dem Baden gab es noch eine kleine Trinkpäckchenpause. Dann wurde wieder aufgesattelt, angezogen und aufgestiegen. Nun ging es wieder ab aufs Gestüt. Dort fütterten wir die Pferde und ließen diese dann auch für heute in Ruhe.
Nun grillten wir noch lecker und die Kids zogen sich wieder nach oben zurück und zockten UNO. Die Erwachsenen unterhielten sich wieder unten in gemütlicher Runde.
An dem Abend wurde es sehr spät und wir gingen erst so gegen halb eins ins Bett.
Donnerstag
Heute erbarmte sich Franzi und ließ uns bis acht Uhr schlafen. Nach dem Aufstehen fütterten wir wie immer die Pferde. Anschließend kam Franzi auf die ,,fantastische“ Idee Reitgymnatstik zu praktizieren. Wir Kids fanden, dass das keine gute Idee sei, jedoch mussten alle mitmachen. Nur Katja weigerte sich permanent und konnte sich letztendlich davor drücken. Dann gab es Frühstück, das von Anne vorbereitet wurde, und nachdem sich alle satt gegessen hatten packten wir unsere Sachen zusammen und holten unsere Pferde.
Nun machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir kamen noch einmal an dem See vorbei, wo wir, wie vorher geplant, baden konnten. Alle Pferde waren im Wasser. Kvika und Gauki schwammen wieder, aber diesmal trauten sich auch Arved, Thori und Jero mit ihren Reitern ins tiefe Wasser. Zum Schluss waren alle überglücklich und wir zogen uns dann noch trockene Klamotten an, sattelten wieder auf, tranken noch Caprisonne und ritten wieder nach Wesendahl. Dort angekommen ,,parkten“ wir die Pferde wieder bei den Freunden der Familie Neumann. Wirf aßen dann Mittag und Franzi und Frau Neumann fuhren kurz einmal zum Hof. Von dort brachte uns Franzi eine Spielesammlung mit, mit der wir Kinder uns bis zur Abendfütterung beschäftigten.
Am Abend gab es noch einmal Spaghetti als Abschlussessen.
Die Erwachsenen saßen wieder in einer gemütlichen Runde in der Küche, wollten sich eigentlich auch Kerzen anzünden, hatten aber kein Feuerzeug geschweige denn Streichhölzer.
Wir Kinder haben nur Quatsch gemacht, uns komische Frisuren gemacht und auch noch Wahrheit oder Pflicht gespielt. Sozusagen haben wir am letzten Abend noch einmal die Sau raus gelassen.
Freitag
Um halb acht wurde wieder geweckt. Um schnell wach zu werden, drehten wir das Radio ganz laut auf und hörten auch schon Gute-Laune-Musik. Schon waren wir voll auf Zack und packten unsere Sachen schnell zusammen. Danach gingen wir die Pferde füttern und dann frühstückten wir erst einmal selber.
Danach wollten wir so schnell wie möglich nach Hause. Wir machten diesmal keinen Halt in Altlandsberg, lediglich eine kleine Pause an dem kleinen See zum Plantschen.
Danach ging es aber stramm weiter nach Hause.
Endlich kam einem das Gelände bekannt vor und wir befanden uns wieder im Märchenwald.
Zum Abschluss ritten wir alle über das große Feld nebeneinander her. Das muss echt großartig ausgesehen haben: 13 Pferde nebeneinander auf einer Höhe.
Am Hof angekommen wurde noch ein Bild von uns allen gemacht.
Danach stellten wir die Pferde auf die Koppel und schickten sie wieder zu ihren Freunden.
Wir setzten uns alle noch einmal zusammen und machten ein Picknick.
Neue Strecke, neue Dinge, neue Erfahrungen. Insgesamt war es einfach super. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.
Katja Prietzschk (15 Jahre)




